S4: Es geht los!

Es ist wie HSV-Fan sein: Hohn und Spott und Sprüche „das wird nie was“ kennt auch ein S4-Aktivist seit mehr als einem Jahrzehnt.

Wir haben die Aufmerksamkeit erkämpft.

Wir haben die Finanzierung erstritten.

Wir haben einen Plan.

Wir fangen dann mal an!

Wie das Wirtschaftsministerium des Landes Schleswig-Holstein heute verkündet, starten wir nun mit den Bauarbeiten auf Hamburger Gebiet. Ja, die Nahverkehrslinie ist es wert gebaut zu werden und die, die uns immer belächelt haben: Freut Euch mit uns, denn die Pendlerinnen und Pendler im Hamburger Nordosten werden ihre Freude daran haben!

Digitalisierung aus der Stärke

Heiko (CIO) fasst mal sehr schön zusammen, warum SIGNAL IDUNA spannend anders ist. Warum Digitalisierung auch Sinn bei einem sehr erfolgreichen Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit macht.

„Versicherung wird eine Tec-Company“ – „Wer wollen wir eigentlich sein?“ – „Wenn Du die Systeme vergißt, mit denen Du Dein Geld verdienst, gehen irgendwann die Lichter aus“ – … jo, habt Spaß!

Willst Du mich auf den ARM nehmen?

HEISE+ schrieb es so schön und dem möchte ich auch mal geschichtlich meinen Daumen hoch halten, ohne wesentlich mehr Inhalt abzusondern (es ist Sonntag 11:00h MESZ und >25 Grad Celsius, da kann man auf der Terasse froh sein, noch tippen zu können): Die ARM (Acorn Reduced Instruction Set Computer (RISC)) Maschine, einst Triebfeder für die Archimedes-Workstation, kehrt nun als Desktop-System auf den Mac zurück!

Kein Scheiß!? Nein: 1987 oder ’n Jahr später haben Kollege Peter und ich im Eidelstedter Bürgerhaus, anläßlich des CCC Treffens (siehe Datenschleuder Seite 10), den Kasten mal gesehen und er war deutlich geiler als alles was wir bisher unter unsere Finger bekommen hatten.

Ähnlich erging es mir nur noch als ich das erste Mal die NeXTstation erblickte, denn das Display PostScript stellt(e) 1987 alles in den Schatten was Auflösung und Klarheit sich mit bis dato in den Weg gestellt hatte. Heute findet man den Nachfolger in Quartz auf dem Mac – mit PDF im Gepäck.

Kein heißer Scheiß!

Also, bevor jetzt die Jüngeren unter uns meinen, dass das alles neuer, heißer Scheiß ist – Nope! Als SPARC-Liebhaber erfreut es einem natürlich, dass es nun doch wieder in eine andere Richtung geht: Rechenkerne können wenig, dafür deren Anhängsel, die spezialisiert Dinge abarbeiten, vor allem in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Eigentlich dacht ich in meiner IT-Naivität, dass das immer das bessere Modell wäre… Langsame Dinge nicht auf schnelle Dinge draufsatteln, da man sonst das Gesamtsystem verlangsamt…. hmmm…. Informatiker mögen mir meinen Irrglauben gerne mal auseinandernehmen.

Keine Apokalypse bei der Umstellung erwartet!

Nein, im Gegensatz zu der „anderen OS-Welt“, kennt sich Apple/NeXT mit Prozesserumbauten aus, denn auch die Abkehr vom Motorola 68xxxx (PowerPC) hin zum INTeL ging seinerzeit recht schmerzbefreit, wenn, ja wenn die Entwicklergemeinde denn ihre Programme durch den neuen Compiler jagt und dann sogenannte „universal binaries“ rausfallen lässt.

Das große Plus von macOS‘ Kernel (mach bzw. XNU) und dem Betriebssystem (UNIX®) ist eben die sehr modulare, kleinteilige Struktur und die Prozessorarchitektur folgt dem quasi nun wieder.

Rhapsody hatte „ungeliebtes“ x86 im Bauch – Big Sur „geliebtes“ ARM

Ich habe seinerzeit Rhapsody 1997 auf einem AMD (x86-basierte Architektur) getestet, da ich von der NeXT-Welt kam und den Zugang seinerzeit irgendwie bekam mit in die „Developer“-Testphase zu springen. Erst 2015, also viele Jahre später, wendete sich Steve Jobs von Motorola ab, da die Wärmeprobleme bei kleinen Maschinen einfach nicht besser werden wollten (ich hatte einen iMac G5 17″ und weiß wovon ich rede).

Während Apple kein Freund von INTeL war, heißt es, dass Advanced RISC Machines, Ltd. (so heißt Acorns ausgelagerte Chip-Schmiede seit 1989) und Apple sich mögen und Apple eines der wenigen Unternehmen ist, dass an den Kernel-Bestandteilen rumprökeln darf.

Windows ne… aber Sicherheit, Energie und iOS juchhe!

Während die BootCamp- und Virtualisierer-Hasis nun weinen (keine Sorge Parallels wird die Gelddruckmaschine nicht versiegen lassen!), so werden auf einmal iOS-/tvOS-Programme kompatibel zu macOS und damit wird die Lieblingsapp auf dem iPhone auch auf einem ARM-Mac anstandslos laufen können 🙂

Zudem verbruzelt ARM weniger Energie als INTeLs Bratpfannen (schon AMD hatte es geschafft bessere Prozessoren mit weniger Energiehunger und Wärme zu produzieren) und damit werden kleinere/dünnere Maschinen noch mehr in den Fokus rücken….

Da ich auf Windows-Programme seit vielen Jahren nicht angewiesen bin, freue ich mich sehr auf das was da kommt und könnte auch dieses Mal wieder testen, aber…. neee.. lass‘ mal die „jungen, wilden“ ran…..

c’t Sonderheft Daten Schützen: Vertrackt – Wie Google das Leben von Milliarden Menschen erfasst

Eine, wie ich finde, sehr schöne Lektüre, damit nicht jemand sagen kann, sie/er habe nichts gewusst. Doch! Wir wissen es! Wir benutzen es! Und weil es so schön einfach ist, verlinke ich den Artikel mal via Google Books, einfach mal so….

Ach ja, da war noch was: Ich habe der c’t mal geschrieben, ob die das so toll finden, dass 35 von 161 Seiten (22%, nicht ganz, aber fasst 1/4) durchgängig als Probe zu lesen sind!?

Featurittisk(r)ampf Reloaded zzgl. Datenschleuder

Ich bin schon seit OS/2-Zeiten jemand, der eher auf Robustheit, gute Konzeption und Einfachheit anstatt „Featurewahn“ steht. Ich nutze heute noch Programme, die nur eine Sache sehr gut erfüllen, dafür aber genau das und für mich transparent.

Nun ist in der Pandemie wieder das alte Lied angeworfen worden, den die OS/2-Kämpfer/innen (Warp) schon gegen die Windows-Fraktion (Win) verloren hatten: Win war schicker und hatte vieles an Funktionen, die man auf Warp tlw. händisch nachpflastern musste, aber Warp war recht sicher, robust und transparent in dem was es tat. Win war anfälliger, unsicherer und Plug&Pray-Sprüche stammen aus dieser Zeit.

Heute wollen wir Videokonferenzen, virtuelle Tagungen, Inhalte kollaborativ nutzen und zwar schick und jetzt! Sicherheit? Privatsphäre? Profiling? Big Data-Analyse? „Mir doch egal!“ Selbst wenn es mal klappert, könnte man mit etwas manuellem Aufwand Datensammlerm von nachweislich schlampigen, aber weit genutzter Kollaborationssoftware durch Nichtnutzung in die Schranken weisen, aber…

…wer die Geschichte des „OS-Wars der 90er“ kennt, weiß wer sie „gewonnen“ hat. Schade, aber wir in der IT wollen oder können nicht aus der Vergangenheit lernen, auch wenn alle nun Linux oder Mac schreien, so ist der Anteil nach wie vor der, den die Warp-Kämpfer/innen noch in Erinnerung haben: Gering.

Statistik: Marktanteile der führenden Betriebssysteme in Deutschland von Januar 2009 bis Mai 2020 | Statista
Quelle: Statista

Die Schiffsbrücken-, Geldautomaten-, eben kritische… Software lief auf Warp, aber die Masse eben auf Win, gell, liebe Unixoider/innen?!

Bis heute ist mein Haushalt windowsfreie Zone, aber werde ich mich auch der reloadeten Version widersetzen können? Keine virtuelle Konferenz besuchen, wo ich mich daten-nackig mache? Bin ich wieder die Minderheit und muss mich fügen und Scott’s Losung „there is no privacy, get over it“ fügen?

Ich habe keine Antwort darauf, hoffe aber, wie in „The Day After“ , dass da noch jemand da draußen ist….

[UPDATE 26.7.2020]

Alle benutzen Zoom…. ahja… sehr spannend, wenn IT’ler einem Flöhe in die Ohren setzen… – die Umfrage ist während der Corona-Zeit (5/2020) gemacht worden 🙂

Statistik: Haben Sie schon einmal das Videokonferenz-Tool Zoom genutzt? | StatistaQuelle Statista

Ein Leben ohne Twitter

Am 24. März 2018 verabschiedete ich mich von Fratzenbuch, da der Cambridge-Analytica-Skandal bei mir das Faß zum Überlaufen brachte. Seit der KW26 ist nun Twitter bei mir Geschichte und liebe Bekannte und alte Weggefährten fragten warum und wie sie mit mir in Zukunft in Kontakt bleiben können. Dafür erst einmal Danke! Diese Seite hat ein Impressum, wie es sich gehört und zudem habe ich nach wie vor meinen Threema-Account (u.a.). Wer was von mir möchte, findet mich.

Ich kommuniziere gerne persönlich, also IRL (in real life), anstatt über Schriftwechsel oder soziale Nachrichten. Da ich mich einem Thema gerne auch mal über provokante und polarisierende Aussagen nähere („aus der Reserve locken“), das Spiel mit Kommunikationsmitteln eben liebe („was passiert dann“-Maschine), sind soziale Medien mir einfach zu flach. Ich brauche die Reibung, die Konflikte, die Emotionen…. auch ein strittiges Thema auszufechten ist für mich keine Belastung, sondern eher Befreiung. Können manche Menschen nicht mit um. Ich habe da in den letzten Jahren meine „emphatischen Fähigkeiten“ verbessert, aber die sind ausbaufähig, da ich diesen Weichspülmodus (alle haben sich lieb) nur bedingt akzeptiere, denn es muss am Ende auch was dabei rauskommen, damit es voran geht.

Eher konfliktvermeidende Menschen können wohl mit den sozialen Medien mehr anfangen, denn sie können Dinge ignorieren, Antworten wohl überlegt zu dem Zeitpunkt schreiben wo sie eine Antwort abgewogen haben. Grenzen ausloten, auch mal eine Aussage raushauen oder eine Emotion preisgeben, die eben nicht wohl temperiert und überlegt ist, hat auf Twitter und auch auf anderen Plattform meistens nicht nur gute Reaktionen zur folge.

Bei Twitter kommt noch erschwerend hinzu, dass ich gerne meine Quellen aus denen ich mir meine Meinung beildet habe, schwer unterbringen kann. Es ist dort nicht üblich. Ich habe aber im Informationszeitalter (als die Mailboxen die Welt eroberten) gelernt, dass es ratsam ist, den Wert einer Information oder auch nur die Richtigkeit zu überprüfen, da man sonst auf falschen Annahmen sein Meinungsbild baut. Als Tester bzw. qualitätsliebender Mensch versuche ich auf Basis von Fakten und Regeln zu agieren und nicht auf „Trends“. Trends müssen deren Verbesserung auch beweisen, damit ich sie gut finden kann…. (das wäre aber eine längere Geschichte)

Zu Corona wurde der Anteil an guten Informationen immer weniger. „Gefährliche Halbwahrheiten“ überschwemmten dann die Feeds.

Ich werfe nicht alle meine Wertevorstellungen über Bord, nur weil ein Virus mich zu neuem Handeln bewegt – Veränderung ist für mich normal. Persönliche Schutzmaßnahmen gegen eine Pandemieausbreitung, Einsatz von Remote-Arbeitswerkzeugen, Zusammenarbeitsformen mit Kolleginnen und Kollegen uvm. ist und war auf einmal im Umbruch. Nur, ich habe zumindest ausreichende Grundkenntnisse in Sachen Viren (Ausbildung in der Lebensmittelindustrie und Mikrobiologie war eines meiner Lieblingsfächer), habe seit Anfang der 2000er Jahre mit remote Arbeitstools zu tun und zudem bin ich schon seit den 90ern in Sachen Privatsphäre und Sicherheit unterwegs und habe auch Zusammenarbeitsformen mit voran getrieben, die es Kolleginnen und Kollegen vor Corona ermöglicht haben am Teamleben teilzunehmen, auch wenn sie nicht vor Ort waren. Das war vor Corona auch nie einfach, denn man muss für „soziale Nähe“ etwas tun – von beiden Seiten! Tools, die aber meine Daten dann verschleudern als wären es ihre, die sich um die Sicherheit von gesicherter Kommunikation ’n Dreck kümmern, unterstütze ich eben nicht, nur weil sie ertappt wurden und „nachgebessert“ haben.

Twitter hat nun das hochgespült, was ich immer dadurch umgangen habe, indem ich mich nur mit Menschen umgebe, die ich mag. Bei Twitter ist das aber leider nicht verhinderbar in den Sog gezogen zu werden und daher entziehe ich mich dem.

Was jetzt wenigstens passiert, dass auch Typen wie Trump & Co. die Grenzen ihres Auswurfs an Blödsinn seitens der Betreiber aufgezeigt bekommen. Zu Mailbox-Zeiten war v.i.s.d.P. (verantwortlich in Sachen des Presserechts) der …… genau Betreiber!

Mal sehen, ob es auch soziale Medien gibt, die es lohnt kennenzulernen – gerne eMail an mich.

Rein und raus im Job zu Corona

Ich hatte mir einen guten Plan zurecht gelegt, als die Entscheidung gefallen war nach 10 Jahren den Job zu wechseln. Da mir die Kolleg*innen nach wie vor am Herzen liegen, sollte es eine Abschiedsparty geben – Craft Beer-Verkostung mit Grillevent, passend zur Firma und zu meiner früheren Tätigkeit in der Lebensmittelindustrie, wo Verkostungen normal sind. Sogar ein Spiel hatte ich durch den Tipp einer Kollegin vorbereitet.

Das besondere Bier von Kehrwieder, Uwe, Buddelship und lokal gebrautes war besorgt, HSV-Stadionwurst im Kühlschrank und Rindfleisch war beim lokalen Fleischer in Winterhude bestellt, da unser deutsch-brasilianischer Kollege angeboten hat, diesen Part zu übernehmen und die Firma sogar einen neuen Gasgrill besorgt hatte….. und dann kam Corona.

Das Fleisch habe ich am Wochenende per Telefonanruf abbestellt und dadurch ist mir kein Schaden entstanden, jedoch hätte sich der Fleischer über das Geschäft sicherlich gefreut. Das Bier wurde mir ein paar Wochen später durch meinen ehemaligen Kollegen nach Hause gebracht und dann nach und nach bei dem schönen Wetter des Frühjahrs geleert – ohne ehemalige Kolleg*innen 🙁 Die Wurst ist eingefroren und manchmal tauen wir welche auf um hier zu grillen – ohne ehemalige Kolleg*innen. 🙁

Neben dem traurigen Abschied über eine Microsoft Teams-Session, wurde ich an einem meiner letzten Tage informiert, dass ein langjähriger Kollege einen Tag vor meiner Verabschiedung an einem Herzinfarkt verstorben ist….

So etwas kann man sich nicht im Albtraum ausdenken!

Verabschiedung von Verstorbenen ging also ebensowenig wie die weltliche Verabschiedung von liebgewonnenen Kolleg*innen. Alles war neu und das war sehr, sehr komisch….

Mein neuer Chef hat so ziemlich alles aufgefahren, was ging, u.a. durfte ich den Besucherparkplatz nehmen, da ich Ausnahmsweise mal mit dem Benz zur Arbeit gejuckelt bin. Zudem hat er sich zwei volle Tage Zeit genommen im 1,5m-Abstand mich vor Ort abzuholen und ich durfte und darf nach wie vor im HomeOffice oder auch im Büro arbeiten. Glücklicherweise haben die IT-Kolleg*innen kurz vor der Corona-Pandemie ihre Umstellung auf neueres Equipment erfolgreich abgeschlossen und so war das Connecten der neuen Hardware im HomeOffice ein Fingerschnipp.

Alle, ohne jegliche Ausnahme, haben immer versucht zu helfen und haben auch neue Methoden entwickelt den „Neuen“ mal kennenzulernen: Bspw. aus dem HomeOffice mal erklären welche Bücher man hinter sich hat 🙂 Das Vertrauen in meine Fähigkeiten musste ebenso von remote aufgebaut werden, wie meine Art Dinge anzugehen. Kollaboratives teilen ist glücklicherweise mein Ding und daher fiel das nicht so schwer.

Etwas mehr als zwei Monate sind vergangen und ich liebe Jabra für diesen kleinen Kreisel, den ich mir mal gekauft habe, da immer Kopfhörer bei den ganzen Telefonaten die Ohren glühen lassen (Jabra Speak 510). Miro ist wirklich ein Tool, was zur echten remote Zusammenarbeit beitragen kann. Der neue Arbeitgeber bietet auch Lernkurse für die remote Arbeit an und das gute Toolset hilft.

So langsam lerne ich auch die Kolleg*innen IRL kennen und muss das Skype-Bild mit dem realen erst einmal synchronisieren.

Spannend wird die Herausforderung der Veränderung der Organisation zu Coronazeiten, denn der Weg in die agile Welt per remote wird spannend.

Es geht also, aber ich muss das nicht nochmal haben, denn der Mensch ist ein soziales Tier und man möchte schon sehen, wie die Menschen auf einen reagieren anstatt nur die Stimme als Wahrnehmungsobjekt in den Ring zu werfen.

Korrektur: IAST basiert auf Java Instrumentation API und nicht dem Metadata Facility Framework (JSR 175)

Ich habe seit Ende 2016, auf Basis von Informationen, die hauptsächlich von Declan O’Riordan stammen, angenommen, die Grundidee der Interactive Application Security Testing Technik beruhe auf dem Metadata Facility Framework, welches unter dem JSR 175 in Java eingeführt wurde. Matthias Rohr hielt am 23. Oktober 2019 einen Vortrag im Rahmen des OWASP Stammtisches in Hamburg und war über meine Nachfrage, warum er dies unerwähnt gelassen habe, sehr verwundert, da er nur die Instrumentierung des Codes als Schlüssel zum Erfolg darstellte, und so habe ich Jeff Williams, Gründer und (Mit-) Erfinder der Technik und eines der IAST-Tools, direkt via LinkedIn angefragt und die korrigierende Aussage am 27. November 2019 bekommen:

„Hi Jogi – we don’t use JSR175. We use standard Java Instrumentation API. That’s the breakthrough innovation that enabled Contrast to exist. We use all our own sensors and analysis engine on top of that API. We had to invent different instrumentation techniques for .NET, .NET core, Node.js, Ruby and Python.“

Jeff Williams, Co-Founder and CTO at Contrast

Nun, an den Ergebnissen der Technik ist in meinen Präsentationen nichts falsch, da ich sie ja auch selber durchgeführt habe, nur ist es eben etwas anderes, wenn man durch Code-Instrumentierung Aktionen auslöst (Dtrace, den Tracer von Sun, den ich immer als Vergleich auf Betriebsystemebene herangezogen habe, macht dieses nämlich auch!) oder „mitlaufende“ Metadaten analysiert werden. Der Code wird zur Laufzeit in dem Application Container „angefasst“ (verändert) während das bspw. bei Ausnutzung der JSR 175 nicht unbedingt notwendig gewesen wäre, da die Metadaten ja „mitlaufen“.

Danke an Matthias Rohr für den Hinweis, der mich dazu nötigte meine unreflektierte Übernahme einer Aussage nun zu korrigieren. Ich werde die Dokumente, sofern sie unter meiner Kontrolle sind, entsprechend anpassen.

S4 Finanzierung steht

Zwei Jahrzehnte gekämpft und gewonnen!

So, oder so ähnlich könnte es aus den politischen Kämpfern der S4-Initiative heute herausbrechen. Wir haben es wirklich geschafft. Der Bund übernimmt 80% der Baukosten der S-Bahnlinie S4 im Hamburger Verkehrsverbund. 1,847 Mrd Euro und 2025 soll die erste Bahn zwischen Hamburg-Altona und Hamburg-Rahlstedt fahren, 2027 hätten dann die Ahrensburger*innen ebenfalls ihren Spaß. (NDR, Nahverkehr Hamburg, S4-Initiative)

Das ich hartnäckig und absoluter Optimist bin, wissen die meisten, die mich kennen, aber selbst ich habe oft genug gezweifelt, ob wir dieses „Riesending“ gestemmt bekommen, denn wenn viele Köche an einem Infrastrukturprojekt dieser Größe arbeiten, geht das oftmals schief. Ole Thorben Buschhüter hat politisch immer als Sprachrohr in Hamburg fungiert und nimmer müde immer wieder unser Anliegen vorgetragen. Das S4-Projekt ist mit seinem Namen verbunden.

Im beschaulichen Ahrensburg stand und steht die SPD für den „ÖPNV für alle“ und auch die komunalpolitischen S4-Veranstaltungen aller demokratischen Parteien in der Schloßstadt haben immer wieder deren Notwendigkeit unterstrichen. Nun kommt sie und die Herausforderungen bis 2027 werden nicht weniger, denn dreimal so viele Nutzer*innen der S-Bahn wollen auch auf schleswig-holsteiner Seite wohl geplant sein….

Heute feiern!

Bevor es aber an die Hürden der Zukunft geht, freuen wir uns jetzt erst einmal, dass es endlich losgeht….