Aktuelles zur S 4/R 10 (Nr. 73)

Liebe Freunde der S 4-Initiative!

Im Februar fanden in Rahlstedt, Marienthal und Tonndorf drei Informationsveranstaltungen der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation zum Stand der Vorentwurfsplanung zum Bau der S 4 statt. Die Veranstaltungen waren allesamt gut besucht. Dabei gab es auch kritische Fragen, die Veranstaltungen waren aber durchweg konstruktiv und am Ende überwog immer die Zustimmung zu der seit Jahrzehnten von Bürgern, Geschäftsleuten und der Politik geforderten S-Bahn-Anbindung für Wandsbek, Tonndorf und Rahlstedt.

Es wurde zu Recht ein moderner Schnellbahnanschluss gefordert, wie er für viele andere Hamburger Stadtteile selbstverständlich ist. Das geht nur mit zwei zusätzlichen Gleisen, auf denen dann ausschließlich die S-Bahn fährt. Dies ermöglicht einen attraktiven 10-Minuten-Takt mit zusätzlichen Haltestellen, so dass man umsteigefrei über den Hauptbahnhof hinaus bis in die Hamburger Innenstadt kommt. Dass von der S4 ein Stück weit auch der Güterverkehr profitiert, spricht nicht gegen sie. Denn unabhängig vom Güterverkehr braucht die S 4 zwei eigene Gleise. Dafür wird es einen sehr viel besseren Lärmschutz geben als bislang.

Die Veranstaltungen wurden protokolliert. Die Protokolle und weiteres Material sind im Internet veröffentlicht worden und zu finden unter: http://www.nah.sh/s4.

– – –

Kurz vor den drei öffentlichen Informationsveranstaltungen hat sich auch der Verkehrsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft mit der „Vorentwurfsplanung für den Bau der S4“ befasst. Der Bericht hierüber ist hier verfügbar: http://www.buergerschaft-hh.de/Parldok/tcl/PDDocView.tcl?mode=show&dokid=40313&page=0

 

Mit freundlichen Grüßen

Ole Thorben Buschhüter               Jörg Sievers
S 4-Initiative, Hamburger Sprecher   S 4-Initiative, Stormarner Sprecher
Doberaner Weg 4, 22143 Hamburg       Otto-Schumann-Straße 33, 22926 Ahrensburg
Tel. (0 40) 64 89 30 36              Tel. (0 41 02) 69 51 10
ole.buschhueter@s4-initiative.de     joerg.sievers@s4-initiative.de

www.s4-initiative.de und www.delays.de
Facebook: http://www.facebook.com/s4.initiative

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S4-Broschüre gibt Antworten

Mit freundlicher Genehmigung der S-Bahn Hamburg GmbH hat die S4 Initiative auf deren Homepage die zur Testfahrt ausgegebene Broschüre in digitaler Form vorliegen. Was daran so gut ist? Kurz und knapp die Fakten:

  • 250.000 Menschen würden von der S-Bahn profitieren
  • Der Regionalexpress ist unberührt davon, da eine andere Verkehrsform
  • wo es neue Gleise gibt
  • welche Stationen sich die S-Bahn Hamburg GmbH vorstellen könnte
  • Welche Fahrzeuge wie schnell zum Einsatz kommen könnten

Die Broschüre gibt es hier.

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S4-Projekt in allen Parteien angekommen

Ich habe eine Tingeltour zu den Grünen („Grünschnack“), zur SPD („Arbeitskreis Verkehr“), zur CDU („Politrunde“) und zur Fraktionssitzung der WAB in Ahrensburg unternommen um Unwahrheiten, Halbwahrheiten und Planungsstand der S4 einmal aus direkterer Hand zu bekommen und das Feedback der dort beteiligten Bürger abzuholen.

Als Sprecher der S4-Initiative für Stormarn bin ich weiterhin nur dem Projekt und nicht irgendeiner Partei verpflichtet und die Argumentation warum es keine S4 geben sollte sind teilweise so abenteuerlich gewesen, dass ich mich zu dieser Tour habe hinreissen lassen.

Es hat sehr viel Spass gemacht und ich danke ausdrücklich allen Parteien für die Einladungen. 

Beleuchtet wurden u.a.

  • Regionalexpress (Sprinter) – bleibt unberührt von der S4 so lange das Land diesen Zug bestellt!
  • Bequemlichkeit in den Zügen
  • Fahrtzeiten
  • Lärmschutz
  • Baumaßnahmen Gartenholz (Ausbesserungswerk und Nordumgehung)
  • Bahnübergang Brauner Hirsch

Ich persönlich habe hervorgehoben. dass Rollstühle und Kinderwagen ohne Probleme und Sonderlösungen zum Hamburger Flughafen zu kommen haben – nur mit der S4 wird das endlich erträglich werden!

Zudem ist die Pünktlichkeit nach wie vor der größte Anlass sich für eine S4 auf eigenen Schienen einzusetzen. 80% der Strecke sind Rahlstedter und Ahrensburger Fahrgast-Zusteigerinnen und -Zusteiger und daher muss man die Pendler ganz besonders berücksichtigen, auch wenn natürlich viele Ahrensburgerinnen und Ahrensburger Reisebequemlichkeit wünschen – der Express wird bleiben und wenn man mehr als nur diesen einen einmal haben möchte, so muss man das seinen politischen Vertretern mitgeben, denn das Land bestellt die Züge, nicht die S-Bahn!

Niemand in Ahrensburg wird den Ausbau der Strecke verhindern können, aber wir können und sollten Anforderungen an die Planer stellen, denn die werden nun in der Vorplanungsphase uns informieren – umfänglich und transparent! Wer etwas hervorzubringen hat möge dieses demokratische Mittel wählen und sich beteiligen und nicht im Hintergrund Behauptungen aufstellen, die einfach nicht stimmen!

Ach ja: Am 6. Mai wählen gehen!

S4-Jungfernfahrt am 30.9.2011

Seit 1998 träume ich von der pünktlichen, ans restliche S-Bahn-Netz angebundenen S4 (Delays.De). Meine Mitstreiter der S4-Initiative ebenso.

Wir sind, gestützt von Fakten in all den Jahren von vielen Seiten, der Meinung, das dies nur mit zwei zusätzlichen Gleisen und einer „richtigen“ S-Bahn, also keiner Regionalbahn möglich ist.

Das Ziel vieler Pendler ist eben nicht der Hauptbahnhof, wie bei Fernreisenden, die mal mit der Regionalbahn nach Hamburg fahren, sondern andere Linien im HVV um in die anderen Stadtteile der Hansestadt zu gelangen.

Der HVV wurde gegründet um die verschiedenen Verkehrsmittel und -gesellschaften aufeinander abzustimmen, aber ein Verkehrsmittel, dass auf überregionale und sogar Fernverkehr-Belange Rücksicht nehmen muss, passte nie in dieses Konzept!

Die S-Bahn Hamburg GmbH hat mich nun eingeladen am 30. September mit einer „richtigen“ S-Bahn die Jungfernfahrt der S4 nach Ahrensburg anzutreten! Die zusätzlichen Gleise stehen auf einem anderen Blatt (der Finanzierung), aber zumindest die Machbarkeit mit einer echten (ET 474 Plus ist erst in der Erprobung, ob es trotzdem diese Baureihe schon sein wird?) S-Bahn nach Ahrensburg zu fahren wird nach 13 Jahren Wirklichkeit.

Die Forderungen der Bewohner Ahrensburgs nach klimatisierten, bequemen Wagen werde ich also überprüfen können und berichten und ich bin mir sicher man kann auch als Fernreisender mal mit einer normalen S-Bahn fahren – siehe Flughafen-Anbindung München, Frankfurt oder eben auch Hamburg!

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Az.: L 23 -MIN – KB 3967 Bahn – S 4 – Projekt – 2. Teil

Sehr geehrter Herr Sievers,

vielen Dank für Ihr Schreiben an Herrn Bundesminister Dr. Peter
Ramsauer. Herr Minister hat mich gebeten, Ihnen zu schreiben. Bitte
haben Sie Verständnis dafür, dass Herr Dr. Ramsauer aufgrund der
Vielzahl eingehender Anfragen nicht persönlich antworten kann.

Nach Rücksprache mit dem Fachreferat kann ich Ihnen heute Folgendes
mitteilen:

In Ihrem Schreiben setzen Sie sich für das Projekt der S-Bahn-Strecke S
4 zwischen Hamburg und Ahrensburg ein.

Hiermit möchte ich Ihnen bestätigen, dass die in der gemeinsamen
Besprechung Ende Februar zugesagte grundsätzliche Bereitschaft zur
anteiligen Förderung im Rahmen des Bundesprogramms nach dem
Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz  (GVFG) weiterhin besteht.

Da hierüber jedoch nur eine anteilige Finanzierung für einen
Teilbereich des Gesamtvorhabens des viergleisigen Ausbaus möglich ist,
wurde den Vertretern der Länder Schleswig-Holstein und Hamburg
mitgeteilt, dass eine Mischfinanzierung erforderlich ist. Dazu ist eine
Klärung erforderlich, welche Anteile und in welchen Zeiträumen jeweils
finanziert werden können. Diese interne Abstimmung  ist noch nicht
abgeschlossen, erste Erörterungen sind aber erfolgt. Sofern ein
hausinterner Vorschlag erarbeitet ist, werden die Länder wieder in die
Beratung und Abstimmung einbezogen.
Versichern möchte ich Ihnen, dass dies unabhängig von einer
Entscheidung ist, ob München Austragungsort der Olympischen Winterspie1e
2018 wird oder ob eine anteilige Finanzierung der 2. S-Bahn-Stammstrecke
in München im Rahmen des GVFG Bundesprogramms erfolgen wird. Wie Sie
richtigerweise anmerken, sollen die Bundesfinanzhilfen nach dem GVFG in
allen Bundesländern zur Verfügung stehen. Es wird keine Priorisierung
des Bundes für ein Großvorhaben erfolgen.

Dass die Kosten der Vorentwurfsplanung durch die Vorhabenträger oder
Aufgabenträger übernommen werden ist üblich, da diese Kosten
grundsätzlich zu den nicht zuwendungsfähigen Kosten im Rahmen des
GVFG zählen.

Die verkehrlichen Vorteile einer S-Bahn bis Ahrensburg sind zudem nach
dem bundesweit einheitlichen Verfahren der Standardisierten Bewertung
für Verkehrswegeinvestitionen des Öffentlichen Personennahverkehrs zu
bewerten und den anfallenden  Kosten gegenüber zu stellen. Diese
Nutzen-Kosten-Untersuchung wird ein notwendiger Bestandteil eines noch
zu stellenden Finanzierungsantrages sein.

Sehr geehrter Herr Sievers,
seien Sie versichert, dass der Bund auch weiterhin aufgeschlossen
diesem Projekt gegenüber stehen wird.
Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben  gedient zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag
Brigitte Käßbach
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

– Politische Planung und Kommunikation –
Referat L 23 – Bürgerservice, Besucherdienst
Invalidenstraße 44
10115 Berlin

Tel.: +49 (0)30 – 18 300 3060
Fax: +49 (0)30 – 18 300 1942
E-Mail: buergerinfo@bmvbs.bund.de
Internet: www.bmvbs.de

Az.: L 23 – MIN – KB 3967 Bahn – S 4-Projekt

Sehr geehrter Herr Sievers,

für Ihre an das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
gerichtete Anfrage danke ich Ihnen. Diese habe ich an die Fachabteilung
weitergeleitet, da für die Beantwortung eine Zuarbeit/Abstimmung
erforderlich ist. Aufgrund einer hohen Anzahl an Anfragen und der
kontinuierlichen Facharbeit kann es dabei bedauerlicherweise zu
Verzögerungen kommen. Wir sind bemüht, Ihnen zeitnah zu antworten.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Brigitte Käßbach

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
– Politische Planung und Kommunikation –
Referat L 23 – Bürgerservice, Besucherdienst
Invalidenstraße 44
10115 Berlin

Tel.: +49 (0)30 – 18 300 3060
Fax: +49 (0)30 – 18 300 1942
E-Mail: buergerinfo@bmvbs.bund.de
Internet: www.bmvbs.de

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Machen Sie mit bei unserem Führerscheinquiz und probieren Sie aus, wie
es um Ihr Verkehrs-Wissen bestellt ist:
http://www.bmvbs.de/SharedDocs/DE/Artikel/IR/verkehrsquiz.html

Olympiabewerbung sticht lang angelegtes Verkehrsprojekt aus?

Sehr geehrter Dr. Ramsauer,

heute musste ich im Hamburger Abendblatt lesen (1), dass unser Verkehrsprojekt
durch die Olympiabewerbung der Stadt München gefährdet sei.

Bisher bin ich davon ausgegangen, dass sich solche Sportveranstaltungen sich
durch Sponsoren, Werbung und Sportförderung und die Einnahmen auf der
Veranstaltung selbst finanzieren, da auch die Regionen, die sich um solche Grossveranstaltungen bemühen ja einen touristischen Effekt erwarten.

Ich hoffe, die Spekulationen sind, wie so oft, nur Spekulationen und Sie
haben nachvollziehbarere Gründe, den Termin mit Schleswig-Holsteins
Vertretern immer verschieben zu müssen.

Wir warten seit mehr als einem Jahrzehnt darauf eine für uns akzeptierbare
Pendler-Anbindung an das HVV-Netz zu bekommen und durch die
Beschleunigung, die die Fehrmarn-Belt-Querung hinein gebracht hat, werden
die eigentlichen Gründe oft in den Hintergrund gedrängt!

Die Bahnlinie hält dem Wachstum nicht mehr Stand!
Die Bahnverbindung teilt sich mit Güter-, regionalem-, überregionalem- und dem Fernverkehr die Schienen und ist dadurch sehr störanfällig (Daten seit 1998 unter – www.delays.de).
Die Anbindung an das restliche HVV-Netz ist unzureichend!
Stadtnahe und innerstädtische Pendler sollen die Möglichkeit haben ÖPNV anstatt das Auto zu benutzen!

Unterstützen sie das parteiübergreifende Schleswig-Holsteiner- und Hamburger
S4-Projekt und setzen Sie sich mit den Vertretern unserer Länder an den Tisch.
Sie werden, wie alle bisher befragten Politiker, sich den Argumenten anschliessen,
dessen bin ich mir sehr sicher!

Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit
und übersende die besten Grüße ins schöne Bayern!

Ihr
Jörg Sievers

(1) http://mobil.abendblatt.de/region/stormarn/article1911507/Olympia-2018-koennte-die-S-4-gefaehrden.html?cid=region-stormarn


S 4-Initiative, Stormarner Sprecher
Otto-Schumann-Str. 33, 22926 Ahrensburg
Telefon 0 4102/695 110, Mobil 01 70/63 82 81 0, Telefax 0 4102/6 95 111
http://www.s4-initiative.de

Gegner und Befürworter an einem Tisch

Gestern war ich bei den GRÜNEN des Ortsverbandes Ahrensburg, da das Thema S4 auf der Agenda stand. Als Gäste waren aus Hamburg Katharina Fegebank (MdHB) und Dr. Konstantin von Notz (MdB) gekommen. Die hohe Anzahl an Interessierten war wohl für viele überraschend.

Es war eine sehr gute Runde, da die Kritiker, die gerne 1.-Klasse-Abteile, Klimaanlage, bloß keine Zeitverlängerung und eine leisere Bahn als die S-Bahnen, die man so kennt, wollen.

Mein Anliegen ist und war es, parteiübergreifend, Gegner und Befürworter der S-Bahnlinie 4 an einen Tisch zu bringen, denn im Grunde wollen wir eines: Mehr Gleise!

Ich habe das in der Runde auch mal dargestellt, indem ich sagte, dass die Gleise wichtig sind und es eine lokale Anbindung für Ahrensburg an Hamburg geben muss. Es muss ein passendes Verkehrsmittel auf zwei zusätzlichen Gleisen sein. Das das auf S-Bahnen (wie man sie heute kennt) stattfindet, steht nirgendwo!

Bahnmitarbeiter waren mit in der Runde und haben gesagt, dass die neuen S-Bahnen ab 2017 im Mai vorgestellt werden und die u.a. klimatisiert sind und weiche Sitze haben (auch das ist eine Forderung der S4-Gegner). Das wäre doch mal was, wenn die S-Bahn-Gegner sich die neuen S-Bahnen ansehen könnten. Die Profis von der Bahn konnten auch erklären, warum eine S-Bahn, trotz fünf Haltestellen mehr, nur 3-4 Minuten mehr Zeit als der heutige Sprinter brauchen wird.

Eine Anwesende aus dem Stadtteil Gartenholz merkte auch an, dass die Verbindung nach Lübeck immer zu kurz kommt. Man bedenke, dass Bad Oldesloe unsere Kreisstadt ist und man nur ein Mal in der Stunde von Bhf. Gartenholz dorthin fahren kann….

Es wäre sehr, sehr schön, wenn so offen wie auf dem „Grünschnack“ eine größere Runde unter dem Thema
KEINE S4?!
Welche Fragen haben Sie zur Schnellbahnlinie Ahrensburg <-> Hamburg?

ins Leben rufen könnten. Ich werde die anderen demokratischen Fraktionen in der Stadt mal anregen, eine solche Veranstaltung zu machen, damit ein breiter Konsens in der Stadt die S-Bahn begleitet.

Schön fand ich am Ende den Kommentar meines Nachbarn (ein Gegner der S4 und fleißigen Leserbrief-Schreiber im „Markt“), das er doch mit sehr vielen positiven Aspekten die Veranstaltung verlässt, obwohl er das so nicht erwartet hatte.

Was auch klar wurde: Ahrensburgs S-Bahn-Sorgen spielen im Kontext von Fehmarnbelt keine Rolle und die S-Bahn ist auch alleine wichtig! Wir in Stormarn können den Ausbau auch nicht verhindern! Wir sollten versuchen unsere Anforderungen so zu formulieren, damit die Politik versteht was wir wollen um mit der neuen Bahn glücklich zu werden!