S4 – JETZT!

Am 11. März 2008 findet in Ahrensburg eine Veranstaltung der SPD im Rahmen des Forums Ahrensburg 2010 statt. Man hat mich eingeladen, da es um DAS Thema geht: Den Bau der S4.

Hochkarätige Diskussionsteilnehmer/innen werden hoffentlich dazu beitragen, das endlich die Planung für unsere S4 beginnt!

Ich würde mich über einen Besuch sehr freuen:

Am 11. März 2008 um 19 Uhr
im Marstall (Reithalle) in Ahrensburg

Vier Gleise, bitte!

Am 20. Februar ist Thema im Bau- und Planungsausschuss (BPA) der Stadt Ahrensburg der Haltepunkt Ahrensburg-Nord (auch als Gartenholz bekannt).

Wir von der S4-Bürgerinitiative haben sowohl in einer Presse-Mitteilung als auch in der letzten Sitzung des BPA in der Einwohnerfragestunde den Hinweis gegeben, das man beim Bau auf vier mögliche Gleise achten sollte, da der Ausbau der S4 immer näher zu rücken scheint.

Warum?

  1. Hat die S-Bahn Hamburg GmbH einen Vorstoß gewagt und gesagt das sie die Strecke bauen möchte. Damit wurde die Hamburger Politik im Wahlkampf so richtig schön überrascht. Jürgen Fenske ging in seinen Planspielen sogar noch weiter und dort wird die S4 bis Bad Oldesloe geplant.
  2. Ist inzwischen der Staatsvertrag zwischen Dänemark und Deutschland in eine Phase getreten, die es Politikern auf dieser Seite der zukünftigen Fehmarnbelt-Querung nicht mehr erlaubt den Auftrag zu ignorieren. In dem Vertrag steht drin, das die Strecke von HH nach Ahrensburg vier- und von Ahrensburg nach Lübeck dreigleisig ausgebaut werden muss.

Selber verändern anstatt nur meckern!

Es war ein Entschluss der länger reifen musste, aber ich denke ich habe die richtige Entscheidung getroffen nicht nur zuzusehen, wie man in der Stadt in der ich lebe Politik gemacht wird, sondern versuche aktiv meine Ideen einzubringen und die Ansichten meiner Generation politisch zu vertreten.

Ich danke der SPD Ahrensburg mich gefragt zu haben, obwohl ich parteilos bin und das vorerst auch bleiben möchte.

Seit nunmehr 10 Jahren bin ich aktiv für die S4 und fasst so lange für die S4-Initiative tätig, doch noch viel länger fahre ich überzeugt ÖPNV und habe meinen Auto-Führerschein erst 2005 gemacht. Das mein Schwerpunkt der öffentliche Nahverkehr und Verkehrspolitik im allgemeinen sein wird, ist dadurch sicherlich klar.

Ein zweites Thema ist die Schul- und Familien-Politik, denn ich sehe mit Erschrecken das wir wieder zurück zu dem System pendeln, wo es wichtig war „aus welchem Stall“ man kommt.

Ich habe als „Arbeiterkind“ es am eigenen Leibe auf einem niedersächsischen Gymnasium spüren können, wie Bildungswege einem versperrt werden (teilweise macht man das natürlich auch selber in dem Alter), wenn man nicht den richtigen „Stallgeruch“ mit sich bringt. Rückblickend betrachtet bin ich froh das ich den harten Weg gehen musste mein Abitur zu machen, aber wieso muss das an der Herkunft festgemacht werden?

Heute ist der Todestag meines Vaters (*19.5.1940 +5.1.1981 – Betriebsunfall) und nur durch ein gutes soziales Netz (BG-Unfallrente, LVB, LVA), war es mir als Halbwaise vergönnt finanziell relativ unabhängig zu entscheiden welchen Beruf ich ergreifen, welche weiterführende Schule ich machen möchte. Ich habe vieles ausprobiert und mich nach einem schon vorgezeichneten Weg doch für einen anderen Weg entschieden und arbeite in dem Berufszweig nun schon zehn Jahre. Es wäre schön, wenn (wieder) jeder anhand seines eigenen Potenzials und Interessen seinen Lebensweg und nicht aufgrund seiner Herkunft einschlagen könnte. Daran möchte ich im bescheidenen kommunalpolitischen – und nur dort – Rahmen mitwirken.

Ich werde also dieses Tagebuch (neudeutsch „Blog“) in Zukunft etwas mehr benutzen um meine Überlegungen aufzuschreiben.

Da habe ich mal gewohnt. – Sigmar Gabriel

Gestern Abend in Berlin antwortete Bundesumweltminister Sigmar Gabriel auf meine Fragen zum Pendlerverkehr in der ARD-Sendung „Ich stelle mich“. Er wohnte mal in Ahrensburg, wie er am Anfang meiner Einleitung sagte und seine Einschätzung, das da mehr Gleise hin müssen, kann ich nach wie vor nur unterstreichen! Er merkte noch am Ende an das er es „dem Tiefensee“ sagen werde, das die R10-Strecke wieder in den Bundesverkehrswegeplan muss. Ich bin gespannt und danke dem NDR und WDR für eine Sendung, dessen Format Spass macht!

Ausschnitt der Sendung als Quicktime-Film.