S4-Broschüre gibt Antworten

Mit freundlicher Genehmigung der S-Bahn Hamburg GmbH hat die S4 Initiative auf deren Homepage die zur Testfahrt ausgegebene Broschüre in digitaler Form vorliegen. Was daran so gut ist? Kurz und knapp die Fakten:

  • 250.000 Menschen würden von der S-Bahn profitieren
  • Der Regionalexpress ist unberührt davon, da eine andere Verkehrsform
  • wo es neue Gleise gibt
  • welche Stationen sich die S-Bahn Hamburg GmbH vorstellen könnte
  • Welche Fahrzeuge wie schnell zum Einsatz kommen könnten

Die Broschüre gibt es hier.

Veröffentlicht unter S4

Eine Stadt im politischen Nichts

Die Meldung habe ich mit Entsetzen zur Kenntnis genommen: „Ahrensburg lehnt den Gebietstausch mit Delingsdorf ab“ (Lübecker Nachrichten Online). Im Klartext: Die Nordumgehung Ahrensburgs ist nun genauso tot, wie es die Südumgehung schon immer war.

Während man anhand der recht umfangreichen Verkehrsanalyse der Stadtverwaltung (Credo: Ziel der meisten Verkehre ist Ahrensburg selbst und man fährt nicht durch Ahrensburg hindurch) und den Naturschutzbedenken eine Ablehnung der Südumgehung verstehen kann, so ist das bei der Nordumgehung anders: Der Beimoorknoten platzt und die „Nordlichter von Ahrensburg“ (Delingsdorf & Umgebung) fahren zum Gewerbegebiet durch die Stadt, anstatt an ihr vorbei. Unser Schloss und die Region drumherum als Aushängeschild würde sich über Entlastung der B75 sicherlich freuen, wie auch die Bürger in diesem Gebiet.

Das „Wie“ der Ablehnung ist entscheidend: Es waren nicht alle Stadtverordneten anwesend und man hat sich gegen einen selbst gemachten Beschluss entschieden als man die Nordumgehung auf den Weg gebracht hat.

Ich wohne dicht am Rosenweg und trotzdem wäre ich, wenn der Erlenhof kommt, für eine voll durchgängige Nordumgehung, denn der Verkehr fließt besser mit Alternativen und verteilt sich. So haben wir alles auf der B75 und einer Kreuzung – perfekt Schildbürger von Ampelburg!

S4-Projekt in allen Parteien angekommen

Ich habe eine Tingeltour zu den Grünen („Grünschnack“), zur SPD („Arbeitskreis Verkehr“), zur CDU („Politrunde“) und zur Fraktionssitzung der WAB in Ahrensburg unternommen um Unwahrheiten, Halbwahrheiten und Planungsstand der S4 einmal aus direkterer Hand zu bekommen und das Feedback der dort beteiligten Bürger abzuholen.

Als Sprecher der S4-Initiative für Stormarn bin ich weiterhin nur dem Projekt und nicht irgendeiner Partei verpflichtet und die Argumentation warum es keine S4 geben sollte sind teilweise so abenteuerlich gewesen, dass ich mich zu dieser Tour habe hinreissen lassen.

Es hat sehr viel Spass gemacht und ich danke ausdrücklich allen Parteien für die Einladungen. 

Beleuchtet wurden u.a.

  • Regionalexpress (Sprinter) – bleibt unberührt von der S4 so lange das Land diesen Zug bestellt!
  • Bequemlichkeit in den Zügen
  • Fahrtzeiten
  • Lärmschutz
  • Baumaßnahmen Gartenholz (Ausbesserungswerk und Nordumgehung)
  • Bahnübergang Brauner Hirsch

Ich persönlich habe hervorgehoben. dass Rollstühle und Kinderwagen ohne Probleme und Sonderlösungen zum Hamburger Flughafen zu kommen haben – nur mit der S4 wird das endlich erträglich werden!

Zudem ist die Pünktlichkeit nach wie vor der größte Anlass sich für eine S4 auf eigenen Schienen einzusetzen. 80% der Strecke sind Rahlstedter und Ahrensburger Fahrgast-Zusteigerinnen und -Zusteiger und daher muss man die Pendler ganz besonders berücksichtigen, auch wenn natürlich viele Ahrensburgerinnen und Ahrensburger Reisebequemlichkeit wünschen – der Express wird bleiben und wenn man mehr als nur diesen einen einmal haben möchte, so muss man das seinen politischen Vertretern mitgeben, denn das Land bestellt die Züge, nicht die S-Bahn!

Niemand in Ahrensburg wird den Ausbau der Strecke verhindern können, aber wir können und sollten Anforderungen an die Planer stellen, denn die werden nun in der Vorplanungsphase uns informieren – umfänglich und transparent! Wer etwas hervorzubringen hat möge dieses demokratische Mittel wählen und sich beteiligen und nicht im Hintergrund Behauptungen aufstellen, die einfach nicht stimmen!

Ach ja: Am 6. Mai wählen gehen!